PASSION 2000
EUROPÄISCHES MUSIKFEST STUTTGART

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 Sofia 
 Gubaidulina


Geboren 1931 in Tschistopol (Tatarische Republik); Ausbildung am Moskauer Konservatorium; seit 1963 als freischaffende Komponistin tätig. Zu Beginn der achtziger Jahre gelangten ihre Werke – vor allem durch den Einsatz von Gidon Kremer – rasch in die westlichen Konzertprogramme. Neben Alfred Schnittke, Edison Denissow und Valentin Silvestrow gehört Sofia Gubaidulina zu den führenden Vertretern der Neuen Musik aus der ehemaligen Sowjetunion. Sofia Gubaidulina ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Freien Akademie der Künste in Hamburg. Seit 1992 lebt die Komponistin in der Nähe von Hamburg.

"Den größten Einfluß auf meine Arbeit hatten Dmitri Schostakowitsch und Anton Webern. Obwohl dieser Einfluß in meiner Musik scheinbar keine Spuren hat, ist es doch so, daß mich diese beiden Komponisten das Wichtigste gelehrt haben: ich selbst zu sein." Zur Komposition der Johannes-Passion: "Für mich persönlich bedeutet ein solches Werk ohne Übertreibung das Zentrum meines Lebens."

 

  Zeittafel
1931

am 24. Oktober in Tschistopol (Tatarische Republik) geboren

1935 Übersiedlung nach Kasan
1949-54 Studium am Konservatorium in Kasan
1954-59 Kompositionsstudium am Konservatorium Moskau
1959-63 Aspirantur bei Wissarion Schebalin in Moskau; seitdem freischaffend
1968/69 Entstehung der Kantaten "Nacht in Memphis" und "Rubaijat"
1973 Beginn der Zusammenarbeit mit dem Pianisten und Theoretiker Pjotr Mescaninov
1974 Preis beim 7. Internationalen Kompositionswettbewerb Rom für die Sinfonie "Stufen"
1981 UA des Violinkonzertes "Offertorium" in Wien mit Gidon Kremer
1982 UA der "Sieben Worte" für Violoncello, Bajan und Streicher in Moskau
1986 Erste Reise ins westliche Ausland: Composer in residence bei Gidon Kremers Kammermusikfest in Lockenhaus (erneut 1995); UA der Sinfonie "Stimmen... verstummen..." in Berlin (Staatl. Sinfonie-Orchester Moskau, Ltg. Gennadi Roschdestwenski)
1987 Kompositionspreis der Stiftung "Prince Pierre de Monaco"; seitdem zahlreiche Auslandsreisen (Europa, USA, Japan, Australien, Israel)
1989 Composer-in-residence beim Festival "Wien modern"; späte Anerkennung in der Heimat: "Verdiente Künstlerin der RSFSR"
1990 UA der Sinfonie "Alleluja" in Berlin (Berliner Philharmoniker, Ltg. Simon Rattle); Koussevitzky-Preis, Washington D.C.
1991 Gubaidulina-Festivals in Hamburg, Bochum, Heidelberg, Hannover und Davos
1991/92 Stipendien des Landes Niedersachsen
1992 Russischer Staatspreis
1993 Übersiedlung in die Nähe von Hamburg
1994 Gubaidulina-Festival in Salzburg
1995 UA des 4. Streichquartetts in New York (Kronos Quartett); UA des Orchesterwerks "Zeitgestalten" (Birmingham Symphony Orchestra, Ltg. Simon Rattle)
1996 Entstehung der "Galgenlieder" nach Christian Morgenstern; Gubaidulina-Festivals in Mainz und Tokio
1996/97 Gubaidulina-Festival Zürich/Genf
1997 UA des Violakonzertes in Chicago (Chicago Symphony Orchestra, Ltg. Kent Nagano, Solist Yuri Bashmet); Kulturpreis der Stadt Pinneberg (Schleswig-Holstein); Festivals in Bochum, Tokio und Tanglewood
1998 UA des "Sonnengesangs" (Sol. Mstislaw Rostropowitsch) in Frankfurt; für ihr kompositorisches Lebenswerk erhält sie den mit rund DM 260.000 dotierten "Praemium Imperiale" der "Japan Art Association"; Gubaidulina-Festtage in Dornach/Schweiz und Gütersloh; Meisterkurse in Villeneuve-lez-Avignon
1999 Musikpreis der Kopenhagener Musikstiftung Léonie Sonnings
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