PASSION 2000
EUROPÄISCHES MUSIKFEST STUTTGART

 back zurück


 Wolfgang 
Rihm


Geboren 1952 in Karlsruhe; 1965 erste Kompositionen; 1970 erster Besuch der Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt; Kompositionsstudien bei Wolfgang Fortner, Karlheinz Stockhausen, Klaus Huber u.a.; Seither zahlreiche Kompositionen für unterschiedliche Besetzungen: Symphonien, Opern, Kammermusik, Musiktheater. Gehört seit einigen Jahren zu den wichtigsten Komponisten unserer Zeit, deren ästhetische Konzepte und Perspektiven sich grundlegend von den Avantgardebewegungen der fünfziger und sechziger Jahren unterscheiden und absetzen.

Rihm ist, wie Dieter Rexroth schreibt, "ein ungewöhnlich produktiver Komponist, ein Künstler, der unter einem höchst außergewöhnlichen Schaffensdruck steht und die interessierte Öffentlichkeit nahezu unablässig mit neuen Werken und neuen Aspekten seines musikalischen Denkens konfrontiert".

 

  Zeittafel
1952 geboren am 13. März in Karlsruhe
1963 erste Kompositionsversuche
1968-72

Kompositionsstudium bei Eugen Werner Velte an der Staatl. Hochschule für Musik in Karlsruhe; noch während seiner Studienzeit am Humanistischen Gymnasium weitere Kompositionsstudien bei Wolfgang Fortner und Humphrey Searle

1970 erstmals bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik
1972 Abitur am Gymnasium und Staatsexamen in Komposition und Musiktheorie an der Musikhochschule
1972/73 Kompositionsstudium bei Karlheinz Stockhausen in Köln
1973-76 Kompositionsstudium bei Klaus Huber und musikwissenschaftliche Studien bei Hans Heinrich Eggebrecht in Freiburg/Brsg.
1973-78 gelegentliche Lehrtätigkeit in Karlsruhe
1976 "Faust und Yorick": Kammeroper Nr. 1 (Jean Tardieu/Frithiob Haas)
1977/78 "Jakob Lenz": Kammeroper Nr. 2 (Georg Büchner/Michael Fröhling)
1978 Berliner Kunstpreis-Stipendium; Kranichsteiner Musikpreis Darmstadt; Reinhold Schneider; Preis der Stadt Freiburg
seit 1978 Dozent bei den Darmstädter Ferienkursen
1979 Stipendium der Stadt Hamburg
1979/80 Stipendium an der deutschen Künstlerakademie, Villa Massimo in Rom (Rom-Preis)
1981 Beethoven-Preis der Stadt Bonn; Lehrtätigkeit in München
seit 1982 Präsidiumsmitglied des Deutschen Komponisten-Verbandes
1983 Stipendium der Cité des Arts in Paris
1983/86 "Die Hamletmaschine" (Heiner Müller/Rihm)
1984/85 Fellow des Wissenschaftskollegs Berlin; Mitherausgeber der Musikzeitschrift "Melos" (bis 1989); Präsidiumsmitglied des Deutschen Musikrates
seit 1984 musikalischer Berater der Deutschen Oper Berlin
seit 1985 Professor für Komposition an der Karlsruher Musikhochschule als Nachfolger seines Lehrers Velte; Kuratoriumsmitglied der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR Baden-Baden
1986 Rolf-Liebermann-Preis für die Oper "Die Hamletmaschine"
1986/87 "Oedipus" (Textzusammenstellung von Rihm nach Sophokles, Hölderlin, Nietzsche, H. Müller)
1987/91 "Die Eroberung von Mexico" (Antonin Artaud/Rihm)
seit 1989 im Aufsichtsrat der GEMA
1989 Bundesverdienstkreuz
1990-93 musikalischer Berater des Zentrums für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe (ZKM)
1991 Festredner bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele Mitglied der Akademien der Künste München, Berlin und Mannheim
1994 "Séraphin" - Musiktheater ohne Text
1995 einer von 14 Komponisten des "Requiem der Versöhnung" (Kompositionsauftrag der Internationalen Bachakademie Stuttgart)
1996 szenische Erstaufführung von "Séraphin" in Stuttgart
1997 Prix de Composition Musical de la Fondation Prince Pierre de Monaco
1998 Jacob Burckhardt-Preis der Johann Wolfgang von Goethe-Stiftung; Ehrendoktorat der Freien Universität Berlin
 top Seitenanfang